„Einen Moment, bitte. Ich gebe Ihnen nochmal Musik“ & Wer ist eigentlich Nadine?
„Einen Moment, bitte. Ich gebe Ihnen nochmal Musik“ & Wer ist eigentlich Nadine?

Hi! Mein Name ist Nadine. Ich bin 24 Jahre jung und studiere Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Seit Dezember 2015 bin ich als Werkstudentin Teil von smoope und unterstütze das Team im Content Marketing—ich recherchiere und schreibe Blogartikel, erstelle Grafiken und füttere unseren Redaktionsplan mit Inhalten, die informieren und unterhalten sollen. Warum ich mich bei smoope beworben habe? Ich habe schon des Öfteren Bekanntschaft mit dem Warteschleifen-Monster gemacht. Von einer dieser Bekanntschaften möchte ich euch heute berichten:

Anfang Dezember, 2015.

Bald ist Weihnachten: Ich beschließe, mich selbst zu beschenken.

Ein neues Smartphone soll es sein.

Parallel dazu verkaufe ich das Alte.

Ich bin zwei Tage ohne Handy – kein Problem.

Das Paket kommt an. Ich packe das Smartphone aus und öffne das SIM-Karten-Fach.

NEIN! Ein Nano-Schlitz! Für eine Nano-SIM.

Meine ist Makro.

Mein Gedächtnis meldet sich zu Wort: “Du hast deine SIM-Karte doch schon auf Makro-Format zurechtgeschnitten und -gefeilt. Dann schaffst du das hier auch!”

Gesagt, getan und ab in’s Smartphone damit.

Tja.

Ähm.

…Kontakt zerschnitten?

Kein Problem. Ich bestelle mir bei meinem Prepaid-Anbieter eine kostenlose Ersatzkarte in allen drei Formaten.

3-5 Werktage Lieferzeit. Gar kein Problem!

Es vergehen eineinhalb Wochen ohne Post. Vielleicht ist der Briefträger krank?

Mit dem Handy meiner Freundin rufe ich bei der Kunden-Hotline des Unternehmens an.

“Ihre Wartezeit beträgt eine Minute.”

Musik.

“Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld.”

“Der nächste freie Mitarbeiter ist schon für Sie reserviert.”

15 Minuten später der Freiton. Zweimal.

Dann wieder Musik!

Waaaas?!

Ich lege auf und versuche es noch einmal.

Das Prozedere beginnt von vorne. Nach 10 Minuten wieder der Freiton.

Diesmal nimmt jemand ab.

Ich schildere mein Problem. Die Lieferzeit betrage 3-5 Werktage. Ich solle mich noch gedulden.

“Aber die sind doch schon längst rum.”

Pause…

Ich solle mich einfach noch gedulden.

Der Hinweis kostet 1,23€.

Ich habe Geduld. Eine Woche später bestelle ich die Karte noch einmal. Vielleicht hat die Post zu viel zu tun? Es ist ja bald Weihnachten.

Am Abend sage ich zum Spaß: „Vielleicht sammelt unser Postbote SIM-Karten?“

…Vielleicht…

Alle guten Dinge sind drei: Ich bestelle die Karte ein weiteres Mal und gebe eine andere Lieferadresse an. Wegen dem Postboten.

Wieder vergeht eine Woche – Zustellungen: 0 von 3.

Ich überwinde mich und rufe nochmals bei der Kundenhotline an. Eine nette junge Frau nimmt schon nach fünf Minuten den Hörer ab.

Das Gespräch dauert dafür 15 Minuten: “Einen Moment, bitte. Einen Moment, bitte. Ich gebe Ihnen nochmal Musik.” Und weg ist sie. Drei Mal.

Fazit: Alle Bestellungen seien verschickt wurden.

Ich sage: “Ja, ne. Ist klar” und werde wütend.

Ich verlange nach einer Entschädigung: “Einen Moment, bitte. Ich gebe Ihnen nochmal Musik.”

Meinem Prepaid-Konto werden fünf Euro gut geschrieben. Juhu! Geld auf der SIM!

Ich denke: “Naja. Der Wille zählt.” Oder sollte ich damit lieber warten, bis die Telefonrechnung kommt? (Update: Die Rechnung ist da. 4,36€. Ich muss unweigerlich daran denken, wie ich zu Beginn des 21. Jahrhunderts des Öfteren und aus Versehen auf den „Internet-Knopf“ meines ersten Mobiltelefons gekommen bin und danach immerzu geweint habe.)

Ich habe Geduld… Oder ist es Resignation?

Zum Test bestellen sich Vater und Freundin beim gleichen Unternehmen ebenfalls eine Ersatzkarte. Zwei Tage später landen diese in ihren Briefkästen.

Das. Tut. Weh.

Und ist genug des Guten.

Es folgt das zähe Ende meiner Geduld: Ich schließe einen neuen Prepaid-Vertrag bei einem anderen Anbieter ab.

“Wünschen Sie eine Rufnummernmitnahme?”

Ich sage: “Einen Moment, bitte…” und überlege, wie lange die Mitnahme wohl dauern würde…

“Einen Moment, bitte…Nein, danke.”

Fazit:

Ich war insgesamt sechs Wochen ohne Handy! Kannst du dir das vorstellen?

Nein?

Ok.

Aber warum ich mich bei smoope beworben habe, ist klar, oder?

Because I know the monster!

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