smoope im Gespräch: 5 Fragen an Steli Efti von close.io
smoope im Gespräch: 5 Fragen an Steli Efti von close.io

9 Jahre ist es nun her, dass er sich ins Silicon Valley begab, um seine Idee in Angriff zu nehmen. Aus dem ersten Projekt wurde zwar nichts, dafür ist sein aktuelles Projekt ein voller Erfolg. Die Rede ist von Steli Efti, dem Mitgründer und CEO von Elastic Sales, die die CRM-Software close.io entwickeln und vertreiben. Steli besuchte uns auf seiner letzten Reise in die Heimat in unserem Stuttgarter Büro. Im Interview mit Suheib verriet er uns, was er von Messengern hält und wie sich das Thema in der Zukunft entwickeln könnte.

Steli, welche Messenger nutzt du in deinem alltäglichen Leben und warum? Trennst du privates von geschäftlichem?

Ich lege großen Wert darauf, private und geschäftliche Nutzung zu trennen. Prinzipiell nutze ich die populären Messenger, die jedem bekannt sind. Darunter finden sich unter anderem Whatsapp und auch Snapchat. Ich lebe in den USA und verwende Whatsapp seit ungefähr drei Jahren ausschließlich, um mit meinen Freunden und meiner Familie in Europa zu kommunizieren. Snapchat wiederum verwende ich erst seit zwei Monaten und auf zwei unterschiedliche Arten: einmal um mit meinen Nichten und Neffen inklusive “Fun-Faktor” zu chatten; auf der anderen Seite um mit meinen Mitarbeitern auf der ganzen Welt und auf Konferenzen zu kommunizieren – eine Art persönlicher Broadcasting-Kanal, auf dem man mir folgen kann und live miterlebt, was ich gerade so mache. Es kommt auch vor, dass ein Kollege mir ein Video schickt, in dem er einen abgeschlossenen Deal feiert. Dann gibt es noch HipChat. Das nutzen wir als unseren unternehmensinternen Chat, um uns über Prozesse auszutauschen und gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. Sowohl 1-zu-1 als auch in Gruppen.

Verwendest du den Facebook Messenger gar nicht?

Seit meine Person publik geworden ist, habe ich sowohl den Facebook Messenger als auch E-Mails vollständig von meinem Smartphone verbannt. Ich komme in Kontakt mit sehr vielen Menschen, die mich über verschiedene Kanäle kontaktieren,. Würde ich nicht etwas filtern, wie im Falle von Facebook und E-Mail, wäre ich eigentlich den ganzen Tag abgelenkt von Push-Notifications und neuen Nachrichten. Ich habe mich dann kurzerhand entschieden beide Anwendungen von meinem Telefon zu verbannen. Das funktioniert ganz gut. Ich plane Zeiten ein, in denen ich dann meine E-Mails bearbeiten kann.

Welches Potenzial von Messengern siehst du zukünftig im Kontext von Unternehmen?

Diese Frage lässt sich sehr einfach beantworten: Tendenz stark steigend! So dominant die E-Mail in den letzten Jahrzehnten auch war, hat in den letzten Jahren die Ära der Messenger begonnen. Ob als interner Chat oder im Austausch mit Kunden oder mit Geschäftspartnern. Ich kann mir gut vorstellen, dass verschiedene Messenger für verschiedene Anwendungsbereiche eingesetzt werden. Eine Verteilung, wie sie ja schon in meinem Alltag stattfindet. Gruppen- und Videochats für interne Diskussionen, Snapchat für den Spaß und um andere an meinem (Arbeits-)Alltag teilhaben zu lassen. Private Gespräche wiederum in anderen, separierten Tools. Wir können gespannt bleiben. Da wird sich noch einiges tun.

Siehst Du auch Nachteile/Herausforderungen?

Interessante Frage! Ich denke, dass der größte Nachteil sein wird, mit der Reizüberflutung umzugehen. Heute schon werden wir ja förmlich mit Reizen überschwemmt. Eine Analogie dazu: früher hat die Menschheit sich Sorgen gemacht, ob genug Nahrung zum Überleben da ist. Niemand hat daran gedacht Sport zu treiben, um abzunehmen. Heute ist es (in vielen Teilen der Welt) genau andersherum. Und das gleiche Prinzip übertrage ich auf unseren “digitalen Konsum”: Wir müssen zukünftig noch stärker lernen, Kommunikationsdisziplin an den Tag zu legen. Das bedeutet zu lernen, wann es gilt ab- und anzuschalten, unseren Workflow nicht durch unzählige Chats zu unterbrechen und am Ende die Produktivität zu verringern. Messenger und derartige Kommunikationstools sollen unseren Alltag ja schließlich effizienter gestalten.

Welche Trends siehst du für die Zukunft von Messengern?

Bots sind – genau wie Messenger – eine sehr spannende Sache – vorallem in der Kombination. Jeder der den aktuellen Hype verfolgt erkennt schnell, dass es schon unzählige Use Case für Bots gibt und noch mehr geben wird. Ich bin gespannt, ob Menschen unterscheiden werden können, ob sie gerade mit einem Bot oder Mensch kommunizieren. Zu Beginn wird die Grenze zwischen Mensch und Maschine noch erkennbar sein. Doch mit künstl. Intelligenz ausgestattet, lernen auch Bots dazu und erfinden immer personalisiertere Antworten und Reaktionen. Ein Ansatz wäre Bots mit einer Art “Siegel” zu kennzeichnen. Frei nach dem Motto “Sie chatten nun mit einem Bot!”. Das würde Usern signalisieren, dass sie mit einem Bot kommunizieren. Es wird sicherlich Menschen geben, die auch in Zukunft lieber mit Menschen interagieren möchten.

Steli, Danke für Deinen Besuch und das Interview.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.