Startup Autobahn: Erfahrungsbericht und Rückblick von Christian Heß auf die Zusammenarbeit mit der smoope GmbH
Startup Autobahn: Erfahrungsbericht und Rückblick von Christian Heß auf die Zusammenarbeit mit der smoope GmbH

Als eines von 33 ausgewählten Technologie-Startups war das smoope-Team Teil des dritten Programms der Startup Autobahn. Aktuell bündeln darüber 11 Corporate Partner Ihre Kräfte, um in Kontakt mit spannenden neuen Lösungen zu treten und in kürzester Zeit von einer reinen Idee zu konkreten Ergebnissen in der Praxis zu gelangen. Ziel der Startup Autobahn ist es, dass jedes Startup mit mindestens einem Unternehmen ein konkretes Pilotprojekt umsetzt und im Rahmen des Expo Days erste Einblicke gewährt. Einer dieser Corporate Partner ist die Daimler AG, mit die smoope GmbH in den vergangenen Monaten kooperieren durfte. Wir haben mit einem der zuständigen Mitarbeiter gesprochen, um Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen einem etablierten Unternehmen und einem Startup zu gewähren:

Lieber Christian, würdest Du dich und deine Abteilung kurz vorstellen, bitte:

Mein Name ist Christian Heß. Nach einem Maschinenbau-Studium mit Schwerpunkt Technologie-Management bin ich 2007 zur Daimler AG gekommen. Nach meiner ersten Tätigkeit im Bereich R&D mit Schwerpunkt alternative Antriebe bin ich in die Produktionsplanung/ Montage gewechselt. Wir sind im Vorstandsbereich von Markus Schäfer (Mercedes-Benz Cars Operations) dafür zuständig, dass Produktionsprozesse weltweit geplant und vorbereitet werden. Neben meiner normalen Tätigkeit hier in meiner Abteilung unterstütze ich die Startup Autobahn-Aktivitäten in unserem Bereich. Ich fungiere dabei als Ansprechpartner für Startups auf der einen Seite und für die internen Fachabteilungen auf der anderen Seite. Ich versuche, spannende Lösungen mit den Problemstellungen aus der Praxis zu „matchen“.

Welche Herausforderungen beschäftigen euch aktuell?

Wir versuchen, uns stetig zu verbessern und unsere Prozesse immer weiter zu optimieren. Dafür verwenden wir zunehmend intelligentere Software. Beispielsweise setzen wir Big Data-Tools ein, die wichtige Erkenntnisse liefern. Ein zentraler Knackpunkt bleibt jedoch, Daten hin oder her, die Vernetzung und Kommunikation zwischen den betroffenen Kollegen. In der Vergangenheit hat die Abstimmung eher 1:1, im kleinen Kreis stattgefunden. Wenn es um Optimierungen geht, müssen Informationen jedoch schnell und transparent verteilt werden. Uns schwebte deshalb eine Art „Community“ vor, in der einfach und intuitiv kommuniziert werden kann und zwar so, wie es heute in digitalen Medien üblich ist.

Weshalb habt ihr euch entschieden, eine Lösung im Rahmen der Startup Autobahn zu finden?

Mit dieser Anforderung sind wir auf das Startup Autobahn-Programm zugegangen und haben uns umgeschaut, welche Startups für uns relevante Technologien anbieten. So kamen wir auch auf das smoope-Team, mit dem wir dann tiefer in die Anforderungen eingestiegen sind. Daraus wurde letztlich das Pilotprojekt „Kommunikation 4.0“. Der große Vorteil der Startup Autobahn ist, dass wir über diese Plattform schneller und agiler werden. Ziel ist, bereits nach wenigen Monaten erste Ergebnisse im Rahmen des Startup Autobahn-Expo Days vorzuweisen. Damit dies möglich ist, wurden diverse Prozesse bewusst etwas schlanker gehalten. Wir können sicherlich selbst gute Lösungen mit unserer eigenen IT umsetzen – jedoch dauert dies in der Regel etwas länger. Außerdem müssen wir das Rad nicht immer neu erfinden, sondern können auf ausgereifte Lösungen aufbauen.

Welche Rolle könnten Startups in Eurem Bereich in Sachen Innovationen spielen? Was haben beide Seiten davon?

In der Zusammenarbeit mit Startups können beide Seiten viel voneinander lernen. Dafür ist es notwendig, sich als gleichwertige Partner zu verstehen und auf Augenhöhe zu agieren. Im Rahmen der Startup Autobahn werden wir zu einem Team mit den Startups. Alle haben ein ganz konkretes Ziel vor Augen hat: So schnell wie möglich den Pilot-Use Case umsetzen und damit erste Erfahrungen sammeln. Startups sind zudem Impulsgeber, die uns animieren, Dinge anders zu betrachten, bewusst neue Wege zu gehen und aus der Routine auszubrechen. Ich finde es besonders faszinierend, zu erleben, wie Dinge einfach, schnell und pragmatisch umgesetzt werden, ohne jede Antwort vorab zu kennen. Auch wir lernen immer sehr viel in solchen Kooperationen.

Wie waren eure Startup Autobahn-Erfahrung bisher?

Die Startup Autobahn ist ein etabliertes Format geworden – sowohl in der Daimler-Organisation als auch darüber hinaus. Wir kommen zum einen in Kontakt mit interessanten Technologien – in diesem Fall das individualisierbare Messaging von smoope. Ohne diese gut vorselektierte Plattform würden wir im normalen Arbeitsalltag wahrscheinlich nicht immer zu einander finden. Darüber hinaus hilft die Startup Autobahn uns auch bei den dazugehörigen internen Prozessen, wie z.B. Einkaufs- und Beauftragungsprozess oder bei der Erstellung professioneller Marketingmaterialien für die Vorstellung der Projekte. Auch das ist ein wichtiger Aspekt, um Aufmerksamkeit auf spannende Projekte zu lenken und so mehr Leute für die Idee zu begeistern. Es laufen also diverse Dinge zusammen, die im Rahmen des Innovationsmanagements und der Umsetzung von Pilotprojekten wichtig sind. Das ist eine gute Sache für alle Beteiligten.

Wie lief die Zusammenarbeit mit smoope?

Das smoope-Team hat viel Erfahrung mit der Umsetzung von ähnlichen Kommunikationslösungen. Das haben wir von Anfang an gemerkt. Das Projekt wurde im Detail vorbesprochen und alle Anforderungen wurden mit uns abgeglichen. Nach der Beauftragung gab es eine detaillierte Projektplanung mit konkreten Meilensteinen, an der sich jeder der Beteiligten im Zuge der Umsetzung orientieren konnte. In der heißen Phase kamen dann 2-wöchentliche Status-Termine per Telefon/ Web-Konferenz hinzu. Schon die gesamte Zusammenarbeit ist digital abgelaufen. Wir haben mit Erschrecken festgestellt, dass wir uns erst wieder beim Expo Day persönlich getroffen haben. Ein deutliches Zeichen, dass wir vollstes Vertrauen ineinander hatten und zu jeder Zeit alle Beteiligten wussten, was zu tun ist. Und wie weit Messaging den Alltag regelrecht dominiert. Ansonsten hat jeder seine Hausaufgaben gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Prozess und dem Ergebnis. Erst kürzlich hat die erste Key User-Schulung stattgefunden mit sehr positiver Resonanz aus dem Anwenderkreis. Das freut uns alle sehr.

Worauf freust Du dich im Bezug auf das Kommunikation 4.0-Projekt am Meisten?

Das Tool kommt bereits gut an bei den Nutzern der ersten Stunde. Ich bin deshalb sehr gespannt, wie sich die Akzeptanz des neuen Tools in den kommenden Monaten entwickeln wird. Wir haben bewusst nicht zu viele Features gleichzeitig veröffentlicht, da die Nutzer nun im Vordergrund stehen. Nur das, was die Anwender wirklich wollen wird umgesetzt – und nicht, was wir vorgeben. Erfreulich wäre sicherlich, wenn wir es schaffen, mit dem Projekt Kommunikation 4.0 Brücken zu bauen und damit eine offene, übergreifende Community entwickeln, in der sich alle einbringen können. Das spart am Ende Zeit und verhindert Doppelarbeiten, weil mehr Transparenz herrscht. Dadurch können wir nicht nur schneller auf Probleme reagieren, sondern setzen wiederum gemeinsam neue Impulse und diskutieren neue Ideen. So schließt sich am Ende der Kreis wieder.

Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen, Christian. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte mit euch!

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