Mehr Smartphones als Menschen – Die Generation „Messenger“ ist da! Sind Sie bereit?
Mehr Smartphones als Menschen – Die Generation „Messenger“ ist da! Sind Sie bereit?

Der Smarpthone-Boom ist voll in Takt. Seit Anfang des Jahres übersteigt die Anzahl der Smartphones sogar die Zahl der Weltbevölkerung! Das damit einhergehende veränderte Mediennutzungs- und Kommunikationsverhalten eröffnet große Chancen, bedeutet aber auch, dass Unternehmen sich an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen. Die Erreichbarkeit über die herkömmlichen Kanäle ist (leider) nicht mehr ausreichend.

 

Besonders interessant wird es, wenn man sich das Verhalten der jüngeren Generationen anschaut. Die Kommunikation der Jugendlichen hat mit der ihrer Eltern heutzutage nicht mehr viel gemeinsam. Dies belegt erneut eine unter Besuchern der Jugendmesse “You” durchgeführten Umfrage: Youtube, Whatsapp und Instagram sind demnach die ständigen Begleiter von heute. Rund 90% der Jugendlichen sind regelmäßig in Social Media-Kanälen unterwegs. Die am häufig genutzten Communities sind Instagram mit 59%, gefolgt von Facebook 44%.

 

Ein genauerer Blick auf die Details zeigt, dass noch mehr (58%) das Smartphone zum “Chatten” nutzen. Der Spitzenreiter für die Kommunikation zwischen Freunden ist WhatsApp (75%). Der Messenger-Dienst Snapchat wächst zunehmend. E-Mail, SMS und auch das gute alte Telefon werden zunehmend ersetzt. Messenger hingegen werden als einfacher, schneller, bequemer und günstiger empfunden und erfreuen sich einer großen Beliebtheit – und zwar weltweit.

 

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Quelle: Global Web Index Q3 2014

 

Fragt man die Nutzer, warum sie diese neue Form der Kommunikation schätzen, hört man unter Anderem diese oder so ähnliche Statements:

 

  1. „Es war nie einfacher eine Nachricht an Freunde oder Familie zu senden – auch in Gruppen…“
  2. „Medien sind mit wenigen Klicks verschickt – klick und weg!“
  3. „Ich kann selbst entscheiden, wann ich erreichbar bin und wann ich auf Nachrichten reagiere – gleichzeitig behalte immer den Durchblick (Statusanzeige)“
  4. „Dank Push-Benachrichtungen verpasse ich nichts mehr…“
  5. „Es ist günstiger als der Versand von SMS – jeder hat heute mobiles Datenvolumen zur Verfügung, das dafür genutzt werden kann…“

 

Eine weitere Erklärung könnte sein, dass Messenger aktuell noch ein geschützter Bereich sind, in dem Nutzer ungestört mit Ihrem engsten Kreis interagieren können. Facebook und Co sind sehr laut geworden, Hunderte von “Freunden”, die keine sind, Werbebotschaften, wohin man klickt und dann auch noch die mitteilungsbedürftigen Unternehmen, die mehrmals am Tag posten. Dann doch lieber raus hier und rein in mein Micro-Social Network – nämlich Chats und Chatgruppen, bei den ich selbst bestimmte, wer rein darf.

 

Fazit:

Der Trend hin zum mobilen Konsumenten ist unaufhaltsam und wird sich in den kommenden Jahren mit zunehmender Kaufkraft der jüngeren Generationen weiter verstärken. Sie kommunizieren anders und nutzen herkömmliche Kommunikationskanäle nur gezwungenermaßen, wenn es keine andere Alternative gibt. Unternehmen, die weiterhin nah’ an Ihrer “Zielgruppe” bleiben möchten, sollten sich mit dem Thema “Kundendialog per Messenger” auseinandersetzen. Gleichzeitig sollten sie darüber nachdenken, wie sie dennoch Diskretion, Schutz der Privatsphäre (personenbezogene Daten) und geltendes Recht (Datenschutz) gewährleisten bzw. einhalten können. Kleiner Tipp: WhatsApp ist nicht die Antwort! 😉

 

 

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